Wut
Shownotes
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Hinweis: Bitte höre meine Podcastfolge nicht während der Autofahrt … Die Episoden enthalten Meditationen die für den Strassenverkehr nicht geeignet sind..;o)
Disclaimer: Ein Spirit & Healthcoach ist kein Arzt und kein Heilpraktiker. Es werden keine Diagnosen gestellt, keine Heilversprechen abgegeben und keine medizinischen Behandlungen durchgeführt. Bei gesundheitlichen Beschwerden, psychischen Belastungen oder Verdacht auf Erkrankungen wird empfohlen, sich an einen Arzt, Psychotherapeuten oder eine andere geeignete medizinische Fachstelle zu wenden.
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Spirit for Your Soul.
00:00:06: Schön dass du da bist!
00:00:08: Ja heute möchte ich mit dir über die buddhistische Sicht auf Wut Vergebung und die Kraft ein Gefühl wirklich zu fühlen sprechen.
00:00:19: Wir reden über die Wut vielleicht bis zu manchmal wütend auf einen Menschen Auf eine Situation auf das Leben Vielleicht sogar auf dich selbst.
00:00:33: Und vielleicht kennst du auch diesen Moment, in dem die Wut so stark wird dass du am liebsten sofort reagieren möchtest.
00:00:41: Etwas sagen eine Nachricht schreiben dich rechtfertigen Dich sogar verteidigen oder dem anderen Menschen zeigen wie sehr er dich verletzt hat.
00:00:54: Wut hat unglaublich viel Energie.
00:00:59: Ja und genau deshalb ist sie ein interessantes Gefühl.
00:01:03: Denn die Frage ist vielleicht gar nicht, wie werde ich meine Wut los?
00:01:08: Vielleicht lautet die viel wichtigere Frage.
00:01:11: Was möchte mein Wut mir eigentlich zeigen?
00:01:15: Darüber möchte ich heute mit ihr sprechen.
00:01:18: Wir schauen uns Wut aus einer buddhistisch geprägten Perspektive an Sprechen darüber was in uns geschieht Wenn wir wütend werden.
00:01:27: und am Ende dieser Folge möchte ich dich zu einer Meditation einladen Nicht zu einer Meditation, in der wir Wut verdrängen, sondern zu einer, in die wir ihr begegnen.
00:01:40: Sie wahrnehmen, sie verstehen und vielleicht irgendwann etwas Neues daraus entstehen lassen – Mitgefühl, Frieden, Vergebung oder sogar wieder ein kleines bisschen Freude!
00:01:58: Die Wut ist nicht dein Feind.
00:02:01: Der buddhistische Mönch und Sendmeister sich Nathan hat sich intensiv mit dem Umgang mit Wut beschäftigt.
00:02:11: Ein Gedanke von ihm berührt mich dabei besonders, wenn Wut in uns aufsteigt glauben wir häufig dass der andere Mensch die Ursache unseres Leidens ist und dann entsteht dieser fast automatische Impuls Der Andere soll spüren was er mir angetan hat.
00:02:29: Vielleicht kennst du das Jemand verletzt dich und plötzlich läuft in deinem Kopf ein ganzer Film.
00:02:38: Was du sagen könntest, was du hättest sagen sollen, warum du im Recht bist, warum der andere im Unrecht ist... Und während wir diese Gedanken immer wieder durchspielen wird die Wut immer größer.
00:02:56: Ja, Signan Hahn beschreibt genau diesen Mechanismus sehr eindrücklich.
00:03:02: Wir glauben zum Beispiel unser Leiden würde kleiner werden wenn wir den anderen bestrafen könnten.
00:03:09: Doch häufig passiert das Gegenteil.
00:03:12: Wir sagen etwas im Zustand der Wut, der andere reagiert verletzt und ebenfalls wütend.
00:03:19: Wir reagieren wieder Und aus einem einzigen schmerzhaften Moment entstehen plötzlich zehn neue Ja oder ja?
00:03:30: Deshalb lautet einer seiner zentralen Empfehlungen sinngemäß Wenn du sehr wütender bist tue zunächst einfach mal nichts.
00:03:41: Das bedeutet nicht, dass du alles hinnehmen sollst.
00:03:45: Es bedeutet auch nicht das der andere automatisch recht hat und es bedeutet erst recht nicht ,dass Grenzen unwichtig sind.
00:03:55: Reagiere nicht aus dem Feuer heraus.
00:03:58: kümmer dich zuerst um das Feuer.
00:04:04: Ja, die buddhistische Sichtweise auf Wut.
00:04:08: im Buddhismus wird Wut nicht einfach moralisch in gut oder schlecht eingeteilt.
00:04:13: Viel interessanter ist die Frage was macht dieses Gefühl mit unserem Geist?
00:04:18: Wut verengt unsere Wahrnehmung.
00:04:22: Wenn wir wütend sind sehen wir oft nur noch einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit.
00:04:28: Der andere ist plötzlich nur noch derjenige der uns verletzt hat.
00:04:32: Wir sehen seine Geschichte nicht mehr Seine Angst, seine Unsicherheit.
00:04:38: Sein eigenes Leiden und manchmal sehen wir auch unser eigenes leiden nicht mehr.
00:04:44: Wir sehen tatsächlich nur noch die Wut.
00:04:47: Dabei liegt unter ihr häufig etwas anderes Traurigkeit Enttäuschung Angst Ohnmacht Das Gefühl Nicht gesehen worden zu sein Nicht respektiert wurden zu sein oder nicht geliebt worden zu sein.
00:05:12: Ja, die Wut kann wie ein Wächter sein!
00:05:15: Sie stellt sich vor unsere verletzten Gefühle und sagt bis hierhin und nicht weiter.
00:05:26: Und deswegen finde ich es auch so wichtig die Wutt nicht einfach weg meditieren zu wollen oder weggatmen.
00:05:34: manchmal hat sie eine wichtige Botschaft.
00:05:38: vielleicht wurde eine Grenze überschritten.
00:05:40: Vielleicht hast du fehl zu lange ja gesagt, obwohl du nein meintest.
00:05:46: Vielleicht hast Du Deine eigenen Bedürfnisse immer wieder zurückgestellt.
00:05:53: Dann darf Wut auch Kraft sein.
00:05:56: Die entscheidende Frage ist Was mache ich mit dieser Kraft?
00:06:01: Ja zwischen Gefühl und Handlung liegt ein Raum.
00:06:06: Stell Dir einmal vor Wut steigt in dir auf.
00:06:12: Normalerweise geschieht dann sofort etwas in deinem Körper.
00:06:16: Ein Gefühl kommt hoch, ein Gedanke.
00:06:20: Eine Reaktion Alles innerhalb weniger Sekunden.
00:06:26: Doch Achtsamkeit kann zwischen diesen Dingen einen kleinen Raum entstehen lassen.
00:06:31: Du spürst ich bin gerade unglaublich wütend Aber statt sofort zu reagieren Atmest du!
00:06:41: Du bemerkst deinen Körper.
00:06:43: Vielleicht ist dein Kiefer angespannt vielleicht dein Bauch Deine Hände, deine Brust.
00:06:52: Vielleicht schlägt dein Herz schneller und du sagst innerlich, Alter ist richtig Wut!
00:07:01: Nicht ich bin Wut sondern da ist gerade Wut in mir.
00:07:07: Das klingt nach einem winzigen Unterschied aber spirituell und psychologisch ist er riesig denn ein Gefühl das zu beobachten kann es nicht.
00:07:18: eine gesamte Identität Es ist ein Zustand und Zustände an sich.
00:07:29: Ja, dann kommen wir zu einem Wort das in der Spiritualität manchmal viel zu leicht ausgesprochen wird.
00:07:37: Vergebung.
00:07:40: Du musst einfach vergeben.
00:07:44: Nein!
00:07:45: Vergebungen lässt sich nicht erzwingen.
00:07:48: Und Vergebungs bedeutet auch nicht dass es Verhalten eines anderen Menschen plötzlich in Ordnung war.
00:07:54: Du kannst vergeben und trotzdem eine Grenze setzen.
00:08:00: Und manchmal bist du noch überhaupt nicht bereit zu vergeben?
00:08:15: Auch das darf sein!
00:08:17: Vielleicht beginnt Vergebung viel kleiner, vielleicht beginnen Sie mit dem Satz Ich möchte nicht mehr jeden Tag dieses Ereignis in meinem Herzen tragen müssen.
00:08:31: Vergebung kann dann weniger ein Geschenk an den anderen sein als eine Befreiung für dich selbst, du musst die Vergangenheit nicht verändern.
00:08:43: Vielleicht darfst du nur irgendwann entscheiden dass sie nicht mehr jedem deiner heutigen Tage bestimmen soll?
00:08:52: Ja und genau dorthin möchte ich jetzt mit dir gehen!
00:09:06: Die Meditation von der Wut zurück ins Herz.
00:09:16: Mach es dir für die nächsten Minuten so bequem wie möglich, aber achte darauf dass deine Wirbelsäule gerade ist und wenn du möchtest schließe schon jetzt sanft deine schönen Augen!
00:09:33: Und bevor wir irgendetwas verändern wollen atme einfach tief durch die Nase ein und langsam durch den Mund wieder aus.
00:09:50: Noch einmal durch die Nase ein, und durch den geöffneten Mund langsam wieder aus.
00:10:04: Spüre wie dein Körper ein kleines bisschen schwerer werden darf.
00:10:13: Deine Schultern sinken Dein Gesicht wird weich Deine Hände dürfen sich entspannen.
00:10:28: Du musst jetzt nichts lösen Nichts verstehen, zu vergeben.
00:10:40: Du darfst einfach nur wahrnehmen.
00:10:49: Ich und entspannend und denke nun ganz behutsam an eine Situation in der du Wut gespürt hast.
00:11:08: Bitte wähle für diese Meditation nichts was dich vollkommen überwältigt.
00:11:15: vielleicht eine kleine Enttäuschung ein Satz der Dich geärgert hat Eine Situation, die sich unfair angefühlt hat.
00:11:33: Lass sie für einen Moment vor deinem inneren Auge erscheinen.
00:11:43: Dann gehe nicht sofort in die Geschichte Nicht in die Frage wer hatte recht Unrecht?
00:11:59: Sondern geh'n deinen Körper.
00:12:05: Wo sitzt die Wut?
00:12:13: In der Brust Im Hals In deinen Händen In deinem Gesicht.
00:12:29: Vielleicht ist sie heiß, vielleicht eng, vielleicht drückend.
00:12:40: Vielleicht kribbelt sie sogar, vielleicht fühlt sie sich hart an.
00:12:48: Du musst nichts verändern, sage dir innerlich meine Wut Ich darf Sie fühlen Atme aus ich muss ihr nicht folgen.
00:13:24: und noch einmal sehe meine Wuth Sie fühl'n und ich muss ihr nicht.
00:13:46: Stell dir nun vor, du würdest deine Wut nicht bekämpfen.
00:13:52: Du würdest sie auch nicht wegschicken?
00:13:55: Du setzt dich einfach für einen Moment neben Sie wie neben einem Menschen der sehr aufgebracht ist.
00:14:07: Du sagst nicht beruhige Dich!
00:14:17: Und vielleicht fragst du Deine Wut jetzt ganz leiser aber auch nicht.
00:14:42: Vielleicht sagt Deiner Wut, vielleicht ich hatte Angst.
00:15:02: Ich wollte gesehen werden, vielleicht meine Grenze wurde überschritten oder vielleicht sagt sie einfach das war nicht fair.
00:15:33: was auch immer auftaucht lass es einfach.
00:15:45: und jetzt stell dir vor du atmest genau dort Zu dem Gefühl, das darunter liegt.
00:16:07: Atme ein und aus und sage zu dir Auch dieses Gefühl darf da sein.
00:16:31: Und vielleicht spürst du jetzt dass die Wut ein kleines bisschen weicher wird Vielleicht auch nicht.
00:16:43: Beides ist vollkommen in Ordnung.
00:16:50: Wir erzwingen nicht.
00:16:54: nun stell dir vor Du hältst dieses Gefühl wie etwas kostbares in deinen Händen, nicht weil es angenehm ist sondern weil es zu dir gehört und weil ein Teil von dir gerade für Sorge braucht.
00:17:22: Und stelle dir bei jedem Einatmen ein warmes goldenes Licht vor.
00:17:33: Es fließt in deinem Brustraum mit jedem Abendzug Ein wenig mehr und mit jedem Ausatmen etwas gehen.
00:18:04: Nicht die Erinnerung, nicht deine Grenze nur die Spannung.
00:18:18: Wärme loslassen Mit Gefühl Loslassen.
00:18:40: Und vielleicht kannst du jetzt innerlich sagen Ich entscheide mich für meinen Frieden nicht für das Verhalten des anderen, nicht gegen deine Wahrheit sondern für dich.
00:19:06: entscheide mich.
00:19:08: Für meinen Frieden.
00:19:15: und wenn es sich richtig anfühlt denke noch einmal kurz an den Menschen oder die Situation.
00:19:27: vielleicht kannst du heute noch nicht vergeben da musst du es nicht.
00:19:35: reicht dieser Satz.
00:19:38: Ich bin bereit, irgendwann los zu lassen und wenn du bereits weiter bist kannst du sagen ich lasse los was sich nicht länger tragen möchte vielleicht sogar ich vergebe damit mein Herz wieder frei sein darf.
00:20:22: spüre einmal rein welcher Satz heute deiner ist.
00:20:31: Und dann lass auch diesen Menschen wieder aus deinem inneren Bild verschwinden, jetzt geht es nur noch um dich!
00:20:46: Stell dir vor das warme Licht in deinem Brustraum wird heller Es breitet sich aus durch deinen Bau Deine Schultern bis in deine Hände und vielleicht bemerkst du irgendwo einen winzigen Moment von Leichtigkeit.
00:21:19: Noch keine große Freude, vielleicht nur Frieden.
00:21:25: das reicht denn Freude muss nicht auf Knopfdruck entstehen.
00:21:34: manchmal beginnt sie ganz leise mit einem Atemzug, mit einem Loslassen Mit dem Moment.
00:21:52: ich muss diese Geschichte gerade nicht weiterdenken.
00:22:00: bleibe für einige Atemzüge genau Hier mit tief ein und langsam wieder aus.
00:22:33: Vielleicht möchtest du deine Hand auf dein Herz legen, und innerlich sagen Ich darf fühlen Darf Grenzen setzen Ich loslassen Und ich darf wieder glücklich sein.
00:23:17: Spüre deinen Körper, spüre dem Boden unter dir und vollständig wieder aus.
00:23:37: Bewege nun langsam deine Hände und deine Füße.
00:23:45: Ja, wenn du soweit bist, öffne sanft deine schönen Augen.
00:23:55: Willkommen zurück!
00:23:59: Namaste.
00:24:22: Wenn du heute etwas aus dieser Folge mitnimmst, dann vielleicht diesen einen Gedanken.
00:24:28: Du musst deine Wut nicht bekämpfen aber du musst dir auch nicht die Führung überlassen!
00:24:35: Du darfst sie fühlen, du darfst verstehen was unter ihr liegt.
00:24:42: Du darf grenzen setzen und irgendwann darfst du entscheiden was du nicht länger mit dir tragen möchtest.
00:24:50: Vielleicht ist genau das Vergebung.
00:24:54: Nicht vergessen, nicht gut heißen sondern wieder frei werden.
00:25:04: Ja danke dass du heute hier warst.
00:25:06: Danke das du dir diese Zeit für dich und eine Seele geschenkt hast Und vielleicht begegnest du deiner nächsten Wut ein kleines bisschen anders?
00:25:17: Nicht mit geh weg Sondern mit.
00:25:20: ich sehe Dich.
00:25:22: was möchtest Du mir sagen oder zeigen?
00:25:26: Bis zur nächsten Folge, da geht es um buddhistische Weisheiten.
00:25:30: Das passt ganz gut zu diesem Thema.
00:25:33: Ich wünsche dir noch eine schöne Restwoche.
00:25:35: Wir hören uns in der nächsten Woche.
00:25:38: Love and Light Deine Satori.
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